CSD FRANKFURT // 2022

Der erste Infostand der Yachad Gruppe auf einem CSD -

und es war ein riesen Erfolg!


Die Gruppe „Yachad“ schreibt Geschichte und war zum ersten mal als jüdische Gemeinschaft mit einem Infostand auf dem Frankfurter CSD vertreten - wohl zum ersten Mal europaweit! Innerhalb weniger Wochen wurde eine neue Website, sowie dazugehörige Handouts und ein komplettes Konzept für den CSD Stand aus dem Boden gestampft. „WIR SIND WIEDER DA!“ Die regionale Gruppe Yachad, die es bereits in den 90er gab, sich aber erst kurz vor Beginn der Pandemie wieder zu einer neuen Organisation zusammenfand, trifft sich, dank der zwei Initiatoren, Hans Hoffmann & David Moskovits, seit Herbst 2021 wieder regelmäßig und konnte seit Januar diesen Jahres eine große Resonanz verbuchen. Mit dem ersten CSD Infostand in der Geschichte wollten die Mitglieder zeigen, dass es eine regionale Gemeinschaft für Jüdinnen & Juden aus der LGBTQ+ Community gibt. „Kein Mensch sollte sich allein, ungewollt oder nicht zugehörig fühlen müssen“, so Mike Wenski, Yachad Mitglied mit Zuständigkeit für Öffentlichkeitsarbeit und Medien. Nach diesem Grundsatz möchte die Yachad-Gruppe mehr sein, als nur eine Zuzammenkunft von Personen jüdischen Glaubens, deren gemeinsame Interessen sie verbindet - eine sichere Umgebung in der sich alle willkommen fühlen dürfen.

Der Infostand auf dem CSD war der erste große Schritt in die richtige Richtung, auch wenn die Euphorie zu Beginn auch von ein wenig Unsicherheit begleitet wurde, sich in der Öffentlichkeit mit Kippot und dem Magen David im neu gestalteten Logo zu zeigen. „Die Resonanz war überwältigend, fast schon rührend! - Natürlich hatten wir anfangs noch die Befürchtung, keiner würde sich für uns interessieren, aber bereits am ersten Tag, kurz nach dem Aufbau des Standes sammelten sich eine Vielzahl von Menschen, aller Religionen, unterschiedlicher ethnischer Herkunft, alteingesessene Frankfurter sowie Touristen aus anderen Städten und Ländern, Kinder und Senioren an unserem Stand!“



Mit so viel Zuspruch hätte die kleine Gruppe niemals gerechnet. „Es wurden eine Menge Infozettel zum Yachad-Beitritt ausgefüllt, sowie drei Tage hinweg unzählige Gespräche, auch interessante, interreligiöse Dialoge geführt oder es blieben einfach Menschen stehen, die fast zu Tränen gerührt sagten, wie wundervoll es denn sei, dass es uns gibt und wir den Mut haben, hier zu stehen!“ Ohne die vielen Spenden und die fantastische Unterstützung der jüdischen Gemeinde, der wir von ganzem Herzen danken, wäre dieses Projekt nicht zustande gekommen.“ Für Yachad war es ein Versuch, Menschen durch mehr Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit zu erreichen, Aufklärungsarbeit zu leisten - nicht nur für die LGTBQ+ Community, sondern gerade auch für das Leben eines offenen und vielfältigen Judentums in Frankfurt und der Region.

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